Was steckt dahinter?
Wissenswertes zu folgenden Themen:
BIOGAS
1. Was ist Biogas?
2. Was bringt mir Biogas?
3. Was ist das EEG?
4. Warum gibt es eine Novellierung des EEG?
5. Einspeisevergütung - aktuell / erwartet?
6. Günstige Kredite von der KfW für „kleinere Anlagen“ bzw. einem
Teilschulderlass
7. Gesetzliche Grundlagen
8. Welche Zertifikate kann Novatech im Bereich Biogas vorweisen?
9. Welche Motivation treibt das Biogasteam voran?
10. Wie sicher sind Biogasanlagen?
11. Wie viel Erfahrung hat Novatech im Biogasanlagenbau?
12. Kann ich als Kunde aktiv mitarbeiten?
13. Wie lange ist die Garantie- und Gewährleistungszeit?
14. Garantiert Novatech auch kW-Leistungen?
15. Wie geht es nach der Fertigstellung der BGA weiter
(Prozess- und technische Betreuung)?
16. Warum ist eine maßgeschneiderte Biogasanlage so wichtig?
17. Was und wozu ist ein Nahwärme-Netz?
18. Warum werden die güllebetriebenen Kleinanlagen standardisiert angeboten?
19. Was sind schwierige Substrate?
20. Welche Komponenten werden für den Betrieb einer Biogasanlage benötigt?
Was ist Biogas?
Die Produktion von Biogas ist keine technische Errungenschaft, sondern vielmehr ein natürlicher Prozess, der seit Jahrmillionen abläuft. Die bestehende Biomasse wird unter Ausschluss von Sauerstoff in ihre Ausgangsstoffe umgewandelt und steht damit für neu entstehende Biomasse zur Verfügung. Wissenschaftlich ausgedrückt bedeutet dies: Biogas ist das Resultat einer anaeroben Vergärung von Biomasse. Das gebildete Gasgemisch hat, in Abhängigkeit von dem verwendeten Substrat, einen Methananteil (CH4) von zirka 50 - 70 Prozent und einen Kohlendioxidanteil (CO2) von etwa. 30 - 50 Prozent. In dem Gemisch lässt sich ferner eine sehr geringe Konzentration von Wasserstoff (H2), Schwefelwasserstoff (H2S), Ammoniak (NH3) und anderen Spurengasen feststellen.
Was bringt mir Biogas?
Persönlicher Nutzen:
- aktiver Beitrag zum Klimaschutz
- Nutzung von erneuerbaren, nachwachsenden, örtlich verfügbaren Rohstoffen
- verbesserte Düngerqualität im Gegensatz zu Rohgülle
- verringerte Geruchsintensität und Ätzwirkung bei der Ausbringung
- die Pflanzen können den Nährstoffgehalt besser und schneller ausnutzen als bei Rohgülle
- Profit aus der Stromeinspeisevergütung oder aus Wärmeverkäufen
- Unabhängigkeit von Preiserhöhungen bei Heizöl oder Erdgas
Gesellschaftlicher Nutzen / Nutzen für die Umwelt:
- Klimaschutz und unabhängige Energieversorgung
- Biogas wird verwertet und entweicht nicht als klimaschädliches Gas
- Heizenergie aus Biomasse statt fossiler Brennstoffe
- dezentrale Energieversorgung
- Energie-Selbstversorgungsgrad der BRD steigt
Gesetzliche Grundlagen
Linkliste
Für den Bau einer Biogasanlage sind folgende gesetzliche Grundlagen zu beachten:
> EEG
> Baugesetzbuch
> Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
> Bioabfallverordnung
> Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz
- Landesbauordnung
- EU-Hygieneverordnung
- Technische Anleitungen wie z.B. TA-Luft, TA-Lärm etc.
Günstige Kredite von der KfW für „kleinere Anlagen“ bzw. einem Teilschuldenlass
> KfW
Die scheinbar fehlenden Förderprogramme werden in Form der Leistungsförderung realisiert. Folglich erhält eine Anlage mit mehr Leistung auch mehr Förderung.
Welche Zertifikate kann Novatech im Bereich Biogas vorweisen?
Novatech ist zertifiziert als Fachbetrieb nach WHG §19 (Wasserhaushaltsgesetz). Das Gesetz beinhaltet ein Regelwerk zum Schutz von Wasser und Boden mit zahlreichen Verordnungen und technischen Bestimmungen. Nur Handwerksbetriebe mit dem Qualitätssiegel dürfen umweltsensible Anlagen einbauen, aufstellen, instand halten, instand setzen und reinigen.
> Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts
Welche Motivation treibt das Biogasteam voran?
Verantwortung gegenüber den folgenden Generationen, Ideologie und Leidenschaft
Wie sicher sind Biogasanlagen?
Für die Sicherheit unserer Biogasanlagen sind folgende Punkte entscheidend:
- Betonbehälter mit einer Wandstärke von 20-22 cm
- Behälterhöhe in der Regel sechs Meter, teilweise erdversenkt
- reines Biogas im Gaslager ist nicht brennbar
- keine feste Verbindung zwischen Behälterdecke und Behälterwand. Bei eventuell auftretendem Überdruck würde sich die Behälterabdeckung heben, der Druck kann sich somit abbauen
- Bau der Anlage entsprechend den Sicherheitsregeln für landwirtschaftliche Biogasanlagen
- Abnahme jeder gebauten Biogasanlage durch einen externen Sachverständigen
Es muss erwähnt werden, dass es bei Biogasanlagen keine absolute Sicherheit gibt. Die Qualifizierung des Betreibers als auch des Anlagenherstellers ist deshalb von großer Bedeutung. Novatech kann auf 17 Jahre Erfahrung im Biogasanlagenbau zurückgreifen. Seit 1996 sammelt Novatech zudem Erfahrungen durch den Betrieb einer eigenen Biogasanlage am Firmenstandort.
Wie viel Erfahrung hat Novatech im Biogasanlagenbau?
Insgesamt war die Novatech GmbH bis Ende 2007 bei Bau und Planung von Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 19.000 kW beteiligt. Unter Annahme von 8.000 Betriebsstunden pro Jahr (max. 8.760 Stunden möglich) werden durch diese Anlagen so jährlich 150 Mio. kWh elektrischer Energie produziert. Damit werden rechnerisch 40.000 Vier-Personenhaushalte umweltschonend mit elektrischem Strom versorgt. Unter Annahme einer Durchschnittserzeugung von 670 g/kWh CO2 werden somit pro Jahr über 100.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart.
Kann ich als Kunde aktiv mitarbeiten?
Auf Wunsch kann sich der Kunde am Bau der Biogasanlage beteiligen. Besonders durch Stellung von bauseitigen Helfern, die unser Montageteam unterstützen, können Kosten beim Bau der Biogasanlage eingespart werden. Für welche Bauteile eine bauseitige Mithilfe möglich oder gewünscht ist, wird in einem individuellen Gespräch geklärt. Wird kein schlüsselfertiger Anlagenbau gewünscht, sind in der Regel nachfolgende Gewerke und Leistungen bauseitig zu erbringen:
- Erdaushub für Gärbehälter und Rohrleitungsbau
- Gründung für Bauwerke
- Pumpenkeller
- Stellung von bauseitigen Helfern beim Betonieren der Gärbehälter
- BHKW-Gebäude und Zwischengebäude
- Gasspeicherhaus
Auf Wunsch übernimmt Novatech Teile der oben aufgeführten Leistungen bzw. übergibt schlüsselfertige Anlagen.
Wie lange ist die Garantie- und Gewährleistungszeit?
- vier Jahre nach VOB für feste Bauteile
- für drehende Teile ein Jahr bzw. Beschränkung der Garantiezeiten auf die Garantiezeiten der Vorlieferanten (z.B. bei Pumpen, Rührwerke sechs Monate)
Garantiert Novatech auch kW-Leistungen?
In Verbindung mit unserem günstigen Intensiv-Prozessbetreuungsprogramm „Rund-um-sorglos“ kann eine solche Leistungsgarantie gegeben werden. Die genauen Konditionen sind vom jeweiligen Projekt abhängig und werden im Zuge der Projektvorbereitung geklärt.
Wie geht es nach der Fertigstellung der Biogasanlage weiter?
Nach Fertigstellung der Biogasanlage und erfolgter Abnahme wird die Anlage biologisch in Betrieb genommen. Unsere Betreuungsabteilung gibt in den ersten Wochen nach Inbetriebnahme Hilfestellung beim täglichen Arbeiten mit der Biogasanlage. Diese prozessbiologische Betreuung umfasst in der Regel folgende Leistungen:
- Beratung zum Betrieb der Biogasanlage
- Erstellen eines Fütterungsplans für die Biogasanlage
- Analyse des Versäuerungsgrades und der Pufferkapazität der Gärbehälter
- telefonische Handlungsempfehlungen zur Fütterung der Anlage
Warum ist eine maßgeschneiderte Biogasanlage so wichtig?
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Biogasanlagentechnik abhängig von der Substratliste und vom Anlagenstandort definiert werden sollte. Von einem vordefinierten und starren Anlagen-System ist abzuraten. Dies gilt vor allem in Zeiten, in denen die Substratpreise steigen und die Suche nach günstigen Alternativen intensiviert wird. Durch die Auswahl geeigneter Technik wird der Eigenstrombedarf gesenkt und die Anlagenlaufzeit maximiert. Nur so ist auch in schwierigen Zeiten ein wirtschaftlicher Anlagebetrieb möglich.
Warum werden die güllebetriebenen Kleinanlagen standardisiert angeboten?
Die Unterschiede güllebetriebener Kleinanlagen sind sehr gering, so dass die drei angebotenen Optionen (40, 60 und 100 kWel) einer Maßschneiderung gleichkommen und zusätzlich günstiger angeboten werden können.
Was und wozu ist ein Nahwärmenetz?

Beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks fällt Wärme im Kühlwasser und im Abgas an. Durch die Nutzung der Abwärme wird der energetische Gesamtnutzungsgrad der Biogasanlage erhöht. Ein Teil der anfallenden Wärme wird prozessintern zur Beheizung der Gärbehälter verwendet, der größte Teile kann jedoch an externe Verbraucher abgegeben werden. Die an der Biogasanlage anfallende Wärme wird dann über das Nahwärmenetz zum Verbraucher transportiert. Über den Verkaufserlös der Wärme und den KWK-Bonus wird die Wirtschaftlichkeit der gesamten Biogasanlage verbessert.
Welche Hauptkomponenten werden für den Betrieb einer Biogasanlage benötigt?
Im Regelfall kommen folgenden Baugruppen zum Einsatz:
- Vorgrube:
Hier werden die flüssigen Einsatzstoffe (Gülle, Oberflächenwasser und Sickersäfte) gesammelt und anschließend in die Gärbehälter eingespeist. - Feststoffeintrag:
Über den Feststoffeintrag werden die festen Einsatzstoffe in den Gärbehälter gegeben. Das Vorlagevolumen des Feststoffeintrags sollte so groß gewählt werden, dass genügend Einsatzmaterial ausreichend für eine Tagesration vorgehalten werden kann. - Fermenter:
Im abgeschlossenen Fermenter findet unter anaeroben Umgebungsbedingungen die Biogasbildung statt. Hier werden die organischen Materialien aufgeschlossen und durch die verschiedensten Bakterien zu Biogas umgewandelt. Durch die Rührwerke werden die Einsatzstoffe homogenisiert und mit dem bereits aktiven Gärsubstrat im Fermenter vermischt. Damit die anaeroben Bakterien optimal arbeiten können, muss der Fermenter beheizt werden. - Nachgärlager:
Im abgeschlossenen Nachgärlager wird das bereits vergorene Substrat vor der Ausbringung auf das Feld gelagert. Bei hoher Belastung des Fermenters und kurzen Verweilzeiten kann auch im Nachgärlager noch eine erhebliche Menge Biogas entstehen. - Gasspeicher:
Das im Fermenter und Nachgärlager entstehende Biogas muss zur Sicherstellung hoher Anlagenauslastung aufgefangen und zwischengespeichert werden. - Blockheizkraftwerk:
Aus dem Gasspeicher wird das Blockheizkraftwerk mit Biogas gespeist, um Strom und Wärme zu produzieren. Die elektrische Energie wird in das örtliche Stromnetz eingespeist und nach den Sätzen des EEG vergütet. Zur Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades und der Wirtschaftlichkeit der Biogasanlage kann die Überschusswärme, die nicht zur Beheizung der Gärbehälter benötigt wird, zu externen Heizzwecken verkauft werden. - Gasverrohrung
Die Gasverrohrung führt das Gas aus den abgedeckten Gärbehältern zu den Gasspeichern und weiter zur Verwertungseinheit. - Substratverrohrung
Unter dem Überbegriff Substratverrohrung wird in der Regel die Einspeiseleitung von der Vorgrube zu den Gärbehältern, der Überlauf zwischen den einzelnen Gärgehältern und die Substratleitungen zur Rezirkulation zusammengefasst.
Was sind schwierige Substrate?
Als klassische, einfach zu beherrschende Substratmischung kann man Maissilage mit einem hohen Anteil an Rindergülle bezeichnen. Diese Substratmischung hat sich bereits in vielen NaWaRo-Biogasanlagen bewährt und ist für Novatech keine große Herausforderung. Je mehr die Substratmischung allerdings hiervon abweicht, desto mehr muss über die zum Einsatz kommende Technik nachgedacht werden. Gerade in Zeiten hoher Substratkosten werden hier alternative Einsatzstoffe interessanter. Schwierige Substrate, die in Biogasanlagen vermehrt zum Einsatz kommen, sind:
- Hoher Grassilageanteil, besonders in Verbindung mit dünner Schweinegülle:
Starke Neigung zur Schwimmdeckenbildung - Festmist:
hoher TS-Gehalt, langfasrig, Gefahr der Schwimmdeckenbildung - Pferdemist:
sehr hoher TS-Gehalt, Schwimmdeckenbildung - Putenmist:
hoher Stickstoffgehalt, Gefahr der Prozesshemmung - Hühnertrockenkot:
hoher Stickstoffgehalt, Gefahr der Prozesshemmung - Kleegrassilage:
hoher Stickstoffgehalt, Gefahr der Prozesshemmung
Was steckt dahinter?
Wissenswertes zu folgenden Stichpunkten:
FOTOVOLTAIK
1. Definition Fotovoltaik
2. Fotovoltaik - Vergütung EEG
3. Umweltbilanz
4. Bauarten / unterschiedliche Zellarten
5. AC
6. Azimutwinkel
7. Blitzschutz
8. CO2-Vermeidung
9. Dachneigung
10. DC
11. Förderprogramme
12. Kilowattstunde
13. Kilowatt peak
14. Nachführung
15. Netzüberwachung
16. Optimale Ausrichtung
17. Standard-Test-Bedingungen
18. Verschattung
19. Versicherung
Definition Fotovoltaik
Unter Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos – das griechische Wort für Licht – und Volta – nach Alessandro Volta, dem Begründer des Elektrizitätszeitalters – zusammen.
Die Fotovoltaik ist Teilbereich der Solartechnik, die z.B. auch die Nutzung der Solarthermie einschließt.
Funktionsweise:
Wenn Sonneneinstrahlung auf Solarzellen trifft, baut sich zwischen der Ober- und Unterseite dieser Zellen eine Gleichspannung auf.
Sie wird über Leiterbahnen abgegriffen und anschließend durch einen so genannten Wechselrichter (= Verbraucher) in Wechselspannung umgewandelt.
Eine Fotovoltaik-Anlage mit 1 Kilowatt peak Leistung (1 kWp) produziert in unseren Breiten rund 900 bis 1.050 kWh Strom im Jahr.
Fotovoltaik - Vergütung EEG
Einspeisevergütung 2010 (EEG)
Nach dem Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) erhalten Fotovoltaikanlagen, die im Jahr 2010 ans öffentliche Stromversorgungsnetz gehen, folgende Vergütungen
Anlagen bis 30 kW, die an oder auf Gebäuden liegen: | 39,14 Ct/kWh |
Anlagen über 30 kW bis 100 kW, die an oder auf Gebäuden liegen: | 37,23 Ct/kWh |
Anlagen über 100 kW bis 1.000 kW: | 35,23 Ct/kWh |
Anlagen über 1.000 kW | 29,37 Ct/kWh |
Anlagen auf Freiflächen: | 28,43 Ct/kWh |
Laufzeit: 20 Jahre + Inbetriebnahmejahr
Degression: 9% bzw. 11% im Vergleich zum Jahr 2009 (Quelle: Bundesnetzagentur)
Umweltbilanz
Die Novatech GmbH hat bisher rund 1.000 Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 16.000 kWp installiert.
Bei einer mittleren Einspeiseleistung von 1.000 kWh pro Jahr, werden durch diese Anlagen jährlich 16 Millionen kWh elektrische Energie produziert.
Damit können rechnerisch 4.440 Vier-Personenhaushalte umweltschonend mit elektrischem Strom versorgt und ca. 12.800 Tonnen des Treibhausgases CO² pro Jahr eingespart werden.
Bauarten
Es gibt verschiedene Arten von Fotovoltaikzellen: Hybrid-Zellen, monokristalline, polykristalline und amorphe Zellen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Energieausbeute pro Fläche (Wirkungsgrad) und im Herstellungsaufwand.
Hybridzellen
Monokristalline Hybrid-Wafer mit amorphem Silizium sind am aufwendigsten in der Herstellung. Es handelt sich um eine Kombination aus amorpher und monokristalliner Technik. Die Module erreichen die größten Modulwirkungsgrade.
Monokristalline Zellen
Bestehen aus hochreinem Halbleitermaterial. Aus einer Siliziumschmelze werden einkristalline Stäbe gezogen und anschließend in dünne Scheiben gesägt. Dieses Herstellungsverfahren garantiert relativ hohe Wirkungsgrade.
Polykristalline Zellen
Flüssiges Silizium wird in Blöcke gegossen, die anschließend in Scheiben gesägt werden. Bei der Erstarrung des Materials bilden sich unterschiedlich große Kristallstrukturen aus, an deren Grenzen Defekte auftreten. Diese Kristalldefekte haben einen geringeren Wirkungsgrad der Solarzelle zur Folge.
Amorphe oder Dünnschicht-Zellen
Auf Glas oder anderem Substratmaterial abgeschiedene Schicht, beispielsweise aus Silizium oder Kupferinidiumdiselenid. Die Schichtdicken betragen weniger als 1 µm, so dass die Produktionskosten allein wegen der geringeren Materialkosten niedriger sind. Die Wirkungsgrade amorpher Zellen liegen allerdings noch weit unter denen der anderen beiden Zelltypen. Dünschichtmodule kommen mit diffusen Lichtverhältnissen gut zurecht. Sie werden deshalb auf Ost- und Westdächern eingesetzt.
Abbildung | Modulart | Modul- | Flächebedarf |
| Hybridtechnik | bis 17,4% | bis 6,1 m²/kWp |
| Monokristallines | bis 15,4 % | bis 7,1 m²/kWp |
| Polykristallines Silizium | bis 14,2 % | bis 8,3 m²/kWp |
| CIS- (Kupfer-Indium- | bis 10,3 % | bis 11,4 m²/kWp |
| Amorphes | bis 7,0 % | bis 20,0 m²/kWp |
AC
Alternating Current = Wechselstrom
Azimutwinkel
Zur Erzielung eines hohen Ertrages sollten Fotovoltaikanlagen (auf der Nordhalbkugel) möglichst nach Süden ausgerichtet werden. Der Azimutwinkel beschreibt die Abweichung der PV-Fläche von der Südrichtung hinsichtlich der Ost-West-Ausrichtung. Der Azimutwinkel beträgt 0°, wenn die Fläche genau nach Süden orientiert ist, wird positiv bei Ausrichtungen nach Westen und negativ bei Ausrichtungen nach Osten.
Eine Ausrichtung genau nach Westen beträgt demnach +90°, eine Ausrichtung genau nach Osten -90°.
Blitzschutz
Eine Fotovoltaikanlage erhöht grundsätzlich nicht das Risiko eines Blitzeinschlages in ein Gebäude.
Gleichwohl ist der Installateur oder Planer der Fotovoltaikanlage verpflichtet, sie gemäß den geltenden Blitzschutznormen zu errichten. Einerseits wird dadurch die Fotovoltaikanlage selbst vor Schäden geschützt. Andererseits wird auch die restliche Gebäudeinstallation vor Überspannungen geschützt, die über die Fotovoltaikanlage eingekoppelt werden können.
CO2-Vermeidung
Während des Betriebs einer Fotovoltaikanlage wird kein Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Eine Fotovoltaikanlage produziert während ihrer Lebensdauer außerdem deutlich mehr Energie als für ihre Herstellung benötigt wurde.
Dadurch leisten Fotovoltaikanlagen einen Beitrag zur Verminderung des CO2-Ausstoßes. Pro Kilowatt peak installierter PV-Leistung werden so mindestens 7 t CO2 vermieden.
Dachneigung
Als Dachneigung wird der Winkel eines Daches zur Horizontalen bezeichnet. Der Ertrag einer Fotovoltaikanlage hängt von der Montierung der Fotovoltaikfläche ab. Bei Dachneigungen im Bereich von 20° - 50° werden die Solarmodule in der Regel parallel zur Dachfläche montiert. Der konstruktive Vorteil und eine optisch harmonische Einbindung der Anlage in das Gebäudebild stehen dabei im Vordergrund. Bei Flachdächern bzw. nur leicht geneigten Dächern werden die Solarmodule nicht parallel zur Dachfläche angebracht, sondern in Deutschland meist im Bereich von 25° - 35° aufgestellt. Sind die Solarmodule weniger als 20° geneigt, werden sie von Regen und Schnee nicht mehr ausreichend gereinigt.
DC
Direct Current = Gleichstrom
Förderprogramme
Nach dem EEG gibt es individuelle Fördermöglichkeiten wie z.B. zinsverbilligte Darlehen der KfW. Da sich diese häufig ändern, empfiehlt es sich, den aktuellen Stand unter www.kfw.de abzufragen.
Kilowattstunde
kWh = Einheit der Energie / Arbeit, entspricht der Leistung von einem Kilowatt über einen Zeitraum von einer Stunde. Der elektrische Energieertrag einer Fotovoltaikanlage wird häufig in kWh angegeben.
Kilowatt peak
kWp = Einheit der maximalen Leistung eines Solarmoduls oder eines Solargenerators. Durch den üblichen Index „p“ bei der Leistungseinheit wird darauf hingewiesen, dass die Leistung des Solarmoduls oder –generators unter Standard-Test-Bedingungen (STC) ermittelt wurde.
Da Standard-Testbedingungen aufgrund der in der Praxis höheren Betriebstemperatur der Fotovoltaikmodule nur selten erreicht werden, bleibt die Leistung eines Solarmoduls oder –generators im Betrieb meist unter der Spitzen- oder Peakleistung.
Nachführung
Mit Hilfe einer nachgeführten Anlage wird der Solargenerator im Tagesverlauf gedreht und folgt so dem Stand der Sonne bzw. dem Helligkeitsmaximum. Die Solarmodule stehen bei einer zweiachsigen Nachführung immer optimal zur Sonne. Der Ertrag der Anlage kann so in Deutschland um etwa 30% gegenüber einer starr montierten Fotovoltaikanlage erhöht werden. Die Nachführung kann sowohl einachsig als auch zweiachsig erfolgen.
Nachgeführte Anlagen eignen sich besonders für Freiflächen-Anlagen.
Netzüberwachung
Eine Fotovoltaikanlage produziert immer dann Strom, wenn Licht auf den Solargenerator fällt. Bei einer Reparatur am Stromnetz könnte es eine Gefahr für das Servicepersonal des Netzbetreibers darstellen, wenn eine netzgekoppelte Anlage weiterhin Strom ins Netz einspeisen würde. Deshalb wird die Anlage automatisch vom Stromnetz entkoppelt, sobald dieses abgeschaltet wird oder ausfällt. Eine Netzüberwachungseinrichtung im Wechselrichter kontrolliert deshalb ständig, ob das Stromnetz intakt ist.
Optimale Ausrichtung
Eine Solaranlage sollte in Deutschland möglichst genau nach Süden ausgerichtet und um etwa 30° geneigt sein. Doch auch bei zusätzlichen Abweichungen von bis zu 30% nach Südwest oder Südost sinkt der Ertrag nur um ca. 5 – 10%.
Standard-Test-Bedingungen
STC = stellen die Rahmenbedingungen dar, unter denen die Leistung eines Solarmoduls im Labor gemessen und angegeben wird. Konstante Größen bei der Messung sind: Bestrahlungsstärke von 1000 W/m², Spektrum des Lichts nach Durchgang durch die 1,5-fache Dicke der Atmosphäre (AM 1,5), Temperatur der Solarzelle von 25 °C.
Verschattung
Eine Teilverschattung des Solargenerators hat starke Auswirkungen auf den Ertrag. Daher müssen die Solarmodule möglichst unverschattet bleiben.
Versicherung
Die Fotovoltaikanlage sollte man auf jeden Fall in die bestehende Gebäudeversicherung mit aufnehmen oder hierfür eine spezielle Solarversicherung abschließen.
Als zusätzliche Absicherung bieten manche Versicherungen eine Ertragsausfallversicherung für Stillstandszeiten der Anlage an. Hier sind die Bedingungen genau zu studieren. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Fotovoltaikanlage in die Haftpflichtversicherung mit aufnehmen zu lassen.
SOLARTHERMIE
1. Was ist Solarwärme?
2. Woraus besteht eine solarthermische Anlage?
3. Ist mein Haus für eine Solaranlage geeignet?
4. Kann ich meinen kompletten Warmwasserbedarf durch Solarenergie decken?
5. Kann ich mit einer Solarkollektoranlage heizen?
6. Was kostet eine solarthermische Anlage?
7. Wie werden sich Technik und Kosten entwickeln?
8. Ist solare Wärme rentabel?
9. Was spricht für Solarwärme?
10. Bekomme ich einen Zuschuss?
Was ist Solarwärme?
Als Solarwärme wird die Technik bezeichnet, mit der spürbare Wärme durch Sonnenenergie erzeugt wird. Der Fachbegriff lautet Solarthermie (von Thermie Æ griechisch für Wärme).
Interessante Nutzungsbereiche sind: Erwärmung von Wasser zum Duschen, Baden, Spülen und Heizen. Durch Solarthermie kann auch warme Luft oder Kälte erzeugt werden.
Woraus besteht eine solarthermische Anlage?
Solarthermische Anlagen bestehen aus einem Sonnenkollektor, einer Regeleinheit mit Pumpe und einem gut gedämmten Warmwasserspeicher. Im Kollektor (lateinisch: Kollektor = Sammler) sammeln besonders beschichtete Kupferbleche die Solarenergie. Unter den Blechen sind Kupferrohre, durch die eine Wärmeträgerflüssigkeit fließt. Die Regeleinheit und die Pumpe sorgen dafür, dass die Wärme in einen Speicher gelangt. So steht das warme Wasser auch nachts oder an Regentagen zur Verfügung.
Ist mein Haus für eine Solaranlage geeignet?
Eine nach Süd, Südost oder Südwest ausgerichtete Dachfläche mit einer Neigung von 20° bis 60° sowie eine in diese Richtungen ausgerichtete Hausfassade oder ein Flachdach sind bestens geeignet. West und Ost- Seiten erfordern etwas größere Kollektorflächen.
Bei der Berechnung der erforderlichen Flächen gelten folgende Faustregeln: Für die Trinkwasser-Erwärmung: pro Person 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche und für die Heizungsunterstützung: pro 10 Quadratmeter Wohnfläche 1 Quadratmeter Kollektorfläche.
Kann ich meinen kompletten Warmwasserbedarf durch Solarenergie decken?
Von Mai bis September ist die vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs mit der vorstehenden Dimensionierung gut möglich. Im Winter dient die Solaranlage der Vorerwärmung des Kaltwassers, der Rest wird durch die Heizung erwärmt. Um eine volle Deckung des Warmwasserbedarfs auch im Winter zu erreichen, müsste die Kollektorfläche vervielfacht werden. Angesichts der Kosten und der Überschussenergie im Sommer ist dies nicht sinnvoll.
Eine gut dimensionierte Anlage kann in unseren Breitengraden über das Jahr gesehen rund 60 Prozent des Wassers zum Duschen und Waschen bedarfsgerecht erwärmen (solare Deckung).
Kann ich mit einer Solarkollektoranlage heizen?
Auch bei geringer Sonneneinstrahlung ist in einem Haus der Einsatz einer solarthermischen Anlage zur Heizungsunterstützung sinnvoll. In einem Niedrigenergiehaus ist heute auch eine volle Deckung möglich.
Was kostet eine solarthermische Anlage?
Die Preise für eine Anlage mit Flachkollektoren für den Warmwasserbedarf eines 4-Personen-Haushalts liegen zwischen 5.000 Euro und 6.500 Euro (inklusive Montage und Mehrwertsteuer). Wenn zusätzlich eine Heizungsunterstützung gewünscht wird, liegt der Preis bei etwa 8.500 Euro bis 12.000 Euro. Mögliche Fördermittel sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Wie werden sich Technik und Kosten entwickeln?
Alle Komponenten sind technisch ausgereift. Dank Serienproduktion und vorhandener Konkurrenzsituation ist die Preisentwicklung auch bei der derzeitig großen Nachfrage überschaubar. Zudem sind die Fördermöglichkeiten momentan besonders interessant. Da konventionelle Energieträger schon heute teuer sind und verschiedene Faktoren die Preise wohl weiter in die Höhe treiben, wird die Solartechnik vergleichsweise preiswert, aber in der Endsumme nicht billiger werden.
Ist solare Wärme rentabel?
Unser Wärmebedarf wird durch verschiedene Energiequellen gedeckt, die zur Zeit auch (direkt oder indirekt) gefördert oder subventioniert werden. Die Absicherung des Energiebedarfs spielt eine immer größere Rolle. Aber auch die Frage der Umweltverträglichkeit stellt sich immer dringender. Realistisch betrachtet deutet viel auf höheren Bedarf und damit wohl auch auf höhere Preise für klassische Energiequellen hin. Wann und unter welchen Bedingungen Solarwärme rein aus betriebswirtschaftlicher Sicht rentabel sein wird, ist schwer zu prognostizieren. Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten zwei Jahre (und deren Hintergründe), kann dies schnell der Fall sein.
Aber auch ohne diese Sichtweise ist Solarenergie bereits heute ihren Preis wert. Sie macht unabhängig von Lieferengpässen, Atomausstieg und Preispolitik.
Rein wirtschaftlich gesehen kostet eine Solaranlage bei einer 20 Jahresrechnung für einen 4-Personen-Haushalt 20 – 50 € pro Monat.
Was spricht für Solarwärme?
Die Sonne ist unsere größte und sicherste Energiequelle. Sie steht uns Tag für Tag für immer zur Verfügung.
Sonnenenergie ist sauber, unerschöpflich, umweltfreundlich und kostenlos.
Solarthermieanlagen sind technisch ausgereift, wartungsarm, haben eine lange Lebensdauer und sind eine Wertsteigerung Ihres Hauses.
Solarwärme kann von jedem produziert werden - auf jedem Dach, auf jeder Fläche.
Solaranlagen bringen neue Lebensqualität und zeugen von besonderer Zukunftsorientierung ihres Besitzers.
Solartechnik sorgt für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder.
Bekomme ich einen Zuschuss?
Mit Datum vom 02.08.2007 gelten folgende neue Förderbedingungen für solarthermische Anlagen:
Bundesregierung stockt Fördersätze für Zukunftstechnologie um 50 Prozent auf - Solarwärme schützt Verbraucher vor der Heizkostenspirale
Mehr Geld für Solarwärme
Gute Nachrichten für alle Häuslesbauer und Eigenheimbesitzer. Ab sofort erhöht die Bundesregierung ihre Förderung für Solarwärmeanlagen um 50 Prozent und macht damit den Weg frei für den weiteren Ausbau dieser umweltfreundlichen und effizienten Heizungstechnologie.
Schon jetzt vertrauen über eine Million deutsche Haushalte auf Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung und reduzieren damit ihre Heizkosten. Angesichts stetig steigender Öl- und Gaspreise und der deutlich verbesserten Förderkonditionen empfiehlt die Bundesregierung jetzt Verbrauchern, ihre Eigenheime mit Solaranlagen auszustatten.
Je nach Typ und Größe der Solaranlage können Eigenheimbesitzer jetzt Zuwendungen von 300 bis über 1.000 Euro erhalten. So beträgt die Investitionsbeihilfe ab sofort 60 Euro je Quadratmeter Solarkollektorfläche. Für eine kombinierte Solaranlage mit Heizungsunterstützung erhält der Bauherr sogar einen Zuschuss von 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche. Über den Online-Ratgeber www.solarfoerderung.de informiert der BSW-Solar mit Unterstützung der bundeseigenen KfW-Bankengruppe interessierte Verbraucher kostenlos über die neuen Förderkonditionen und rund um das Thema Solartechnik.
Nicht nur die Einsparmöglichkeiten machen Solarwärme zur beliebtesten Heizungsart der Deutschen, wie jüngst eine Studie des SOKO-Instituts für Sozialforschung und Kommunikation herausfand. Sie leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und spart in Deutschland schon heute jährlich rund eine Million Tonnen Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid ein. Konkret planen nach Erhebung des SOKO-Instituts deswegen 6,4 Prozent aller Hauseigentümer die Anschaffung einer Solarwärmeanlage innerhalb der nächsten 24 Monate.
Bereits heute ersetzt Solarwärme rund 500 Millionen Liter Öl oder Kubikmeter Gas pro Jahr, dies entspricht etwa 36.000 Öllieferfahrzeugen. Mittel- und langfristig könnte Deutschland nach BSW-Solar-Einschätzungen seine Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch den Ausbau der Solarwärme deutlich verringern und rund 30 Prozent aller Ölimporte aus Nahost einsparen.















